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Partnerschaft mit Sarajevo in Bosnien-Herzegowina

Die Beziehung zwischen der Erzdiözese Sarajevo/BiH und Limburg
Partnerschaft mit Sarajevo in Bosnien-Herzegowina
Partnerschaft mit Sarajevo in Bosnien-Herzegowina

Die Partnerschaft mit Sarajevo

In Zeiten des Krieges auf dem Balkan Anfang der 90er Jahre ergriff Altbischof Franz Kamphaus die Initiative und besuchte das Erzbistum Sarajevo als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität. Aus diesem Signal erwuchs eine Solidaritätsbeziehung mit dem Opfern der Gewalt und Zerstörung in Bosnien und Herzegowina, später auch im Kosovo. Zahlreiche Rückkehr- und Wiederaufbauprojekte wurden durch das Bistum Limburg gefördert. Die vom damaligen Bischöflichen Beauftragten für Bosnien und Kosovo Dr. Ernst Leuninger initiierte Aktion Guter Hirt - Schafe für Bosnien fand breite Unterstützung durch die Christen im Bistum Limburg. In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Beziehung zum Erzbistum Sarajevo von einer solidarischen zu einer dialogischen Partnerschaft mit verschiedenen Akteuren und auf verschiedenen Ebenen. 

Freiwilligendienste in Sarajevo

Seit Sommer 2011 leben und arbeiten junge Erwachsene aus dem Bistum Limburg für 12 Monate als Freiwillige im Erzbistum Sarajevo und geben unserer Partnerschaft somit vor Ort ein Gesicht. Die Auswahl, Vorbereitung und Begleitung übernimmt die Fachstelle Freiwilligendieste. Gefördert werden Freiwilligendienste seit 2008 auch über weltwärts, das Freiwilligenprogramm des BMZ.

2014 kam mit Zvonko Zlovic erstmals ein junger Freiwilliger aus dem Partnerbistum für ein Jahr nach Deutschland, um hier einen Freiwilligendienst zu leisten. Seither konnte das Programm gefestigt werden und zahlreiche weitere Freiwillige konnten aus Bosnien und Herzegowina für einen Bundesfreiwilligendienst ins Bistum Limburg kommen. 

 

Fachlicher Austausch prägt die Partnerschaftsbeziehung

Die Partnerschaft mit Sarajevo ist geprägt von verschiedenen fachlichen und institutionellen Kontakten und weniger von Gemeindepartnerschaften. So ergaben sich seit Beginn der Partnerschaft verschiedenste Kontakte, die über Wiederaufbauhilfe bis hin zu Fachaustausch reichten. Involviert sind oder waren beispielsweise der Sachausschuss Weltkirche der Diözesansynodalversammlung, die Caritas Frankfurt, der Diözesancaritasverband Limburg, der Malteser Hilfsdienst im Bistum Limburg, Pax Christi Bistumsstelle Limburg, die Ackermann-Gemeinde im Bistum Limburg, die Pfarrei St. Hedwig in Frankfurt-Griesheim, die Pfarrei Dom St. Bartholomäus, Frankfurt und verschiedene Stellen des Dezernates Kinder, Jugend und Familie. Hier sind vor allem die sehr aktiven Kontakte der Fachstelle Freiwilligendienste und der Abteilung Kindertagesstätten zu erwähnen. 


Die AG Sarajevo trifft sich nicht regelmäßig sondern eher anlassbezogen. Wann ein nächstes Treffen geplant ist können Sie gerne in der Abteilung Weltkirche erfragen. 

Projektförderung und -zusammenarbeit mit Sarajevo

Auch die Projektförderung hat sich in den Jahren seit Beginn der Partnerschaft weiterentwickelt. Nach dem Wiederaufbau einer kirchlichen Infrastruktur im Erzbistum Sarajevo werden in den letzten Jahren diözesane Programme Regionalzentren aus Mitteln des Limburger Eine-Welt-Fonds unterstützt. So trug das Bistum Limburg zum Aufbau einer Frauenberatungsstelle und des Regionalzentrums der Caritas Sarajevo im Stadtteil Stup bei. Der Bau eines Multifunktionszentrums für alte und pflegebedürftige Priester wird ebenso gefördert wie die Qualifizierung von Jugendgruppenleitern und der Bau des, nach Papst Johannes Paul II benannten, Diözesanjugendzentrums Ivan Pavao II.

Bildergalerie zur Sarajevo-Partnerschaft