Prophetisch leben - wann, wenn nicht jetzt?

Der Aufruf für eine prophetische Kirche "Leben in Fülle für alle" setzt sich für persönliche Glaubwürdigkeit im Handeln für eine Umkehr zu mehr globaler Gerechtigkeit ein. Zahlreiche katholische Orden, Hilfswerke und Verbände machen mit. Mehr als 1.000 Christinnen und Christen haben den Aufruf für eine prophetische Kirche "Leben in Fülle für alle" unterzeichnet.

"Die wachsende soziale Kluft zwischen den Wenigen, die sinnlosen Reichtum anhäufen, und den Zahllosen, denen das Existenzminimum vorenthalten wird, führt unweigerlich zu gewaltsamen Konflikten zwischen Bürgern und zwischen Völkern", heißt es im Aufruf.

Dem setzen die Unterzeichner die biblische Vision einer anderen Welt entgegen, in der beispielsweise "die Wirtschaft dem Menschen dient, und Wachstum ein "Mehr" an Leben, ein "Mehr" an Freiheit und Vertrauen, ein "Mehr" an Hoffnung und Liebe bedeutet." Sie verpflichten sich, "in unserem Beten, Denken und Handeln das Ziel eines Lebens in Fülle für alle voranzubringen." "Der Aufruf will Anstoß zum Umdenken sein, damit wir selbst zu einem "anstößigen Zeichen" werden", sagt Schwester Miriam Altenhofen, Provinzoberin der Steyler Missionsschwestern.

"Es zeigt sich, dass der Aufruf für viele Christen ausdrückt, wie sie sich eine liebende, dienende und anwaltschaftliche Kirche, eben eine prophetische Kirche vorstellen und wünschen. Oft wird das im Kontrast zu eigenen Erfahrungen im Alltag kirchlichen Lebens erfahren", stellt Winfried Montz, Leiter der Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg fest, der zusammen mit Schwester Miriam Altenhofen Sprecher des 2010 veröffentlichten Aufrufes ist.

Elisabeth Bentrup, Vorsitzende des Sachausschuss Weltkirche im Bistum Limburg und wie Winfried Montz Mitautorin des Aufrufes, stellt fest: "Mir war klar: Christ sein ist mehr, als ein Kreisen um binnenkirchliche Thematiken! Wir Christen haben einen weltkirchlichen Auftrag: Einen Auftrag in die Welt hinein, damit das Leben für alle friedlicher, gerechter, lebenswerter wird. In unseren Ausschüssen auf Diözesanebene haben wir inhaltlich mit dem Aufruf gearbeitet und ganz sicher werde ich den Aufruf im PGR und im Ausschuss Mission- Entwicklung- Frieden vorstellen, anregen, ihn in Auszügen zu lesen und diskutieren."

'Leben in Fülle für alle!' ist die Vision für die wir uns einsetzen

Im Bistum Limburg haben sich zahlreiche synodale Gremien, Verbände oder der Ordenstag mit dem Aufruf befasst und ihre je eigenen Handlungsschritte daraus abgeleitet. Ein Beispiel dafür ist der Beschluss der Diözesanversammlung vom 17. November 2012.

Unter Leben-in-Fuelle-fuer-alle.de ist der Aufruf zu finden und steht in verschiedenen Sprachen als Download bereit. Dort kann er von weiteren Menschen und Organisationen unterzeichnet werden und darüber hinaus werden Praxisbeispiele in der Arbeit mit dem Aufruf vorgestellt. Zu Ostern 2013 haben die Initiatoren zudem eine aktuelle Fortschreibung des Aufrufes veröffentlicht.

Eine jährliche Forumsveranstaltung bietet Gelegenheit für Interessierte, aktuelle Fragen und Themen zu diskutieren. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Bambergs Erzbischof Dr. Ludwig Schick, trat dem Aufruf bei, denn "er ist auch für mich Bekenntnis, Selbstverpflichtung und Bereitschaftserklärung an der Umkehr und Veränderung mitzuwirken". Von Anfang an dabei sind u.a. Ex- Bundesminister Dr. Norbert Blüm, Dr. Aloisia Höing, Generaloberin der deutschen Ordensoberenkonferenz, Christa Nickels, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. und auch die Bischöfe Dr. Werner Thissen, Felix Genn und Heinz Josef Algermissen, Pax-Christi-Präsident.

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Winfried Montz

Roßmarkt 4

Tel.: 06431/295 391

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Links zum Thema prophetische Kirche

Die Website:
www.leben-in-fuelle-fuer-alle.de

Osteraufruf 2013:
prophetisch werden

Der Aufruf:
Leben in Fülle

Postkarte der Aktion Kirchenbank:
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