Kleine Christliche Gemeinschaften

ein weltkirchlicher Impuls für eine Gemeinde der Zukunft

Kleine Christliche Gemeinschaf(KCG), Kirchliche Basisgemeinde, Kirche in der Nachbarschaft, lokale Kirchenentwicklung: es gibt eine ganze Reihe von Bezeichnungen für eine Form der Kirchenentwicklung, die auch im Bistum Limburg zunehmend Interesse findet.

Eine Kleine Christliche Gemeinschaft ist im engeren Sinne eine Verwirklichung von Kirche in der Nachbarschaft

Kleine Christliche Gemeinschaften (KCG) verstehen sich als Lebensform einer Kirche im Kleinen; sie sind eine Mikroverwirklichung des Kircheseins in der Pfarrei. Dabei geht es nicht zuerst um eine neue Weise der Gemeinschaftsbildung. Es geht zunächst darum, dass ein Raum der Christusbegegnung für jeden Menschen eröffnet wird. Wo Christus sein Wort zu Menschen sprechen kann und Menschen einander ihren Glauben bezeugen und sich gemeinsam gesandt wissen, dort wächst Gemeinschaft – dort wird Kirche. KCG sind christuszentriert und gemeinschaftsorientiert.

Eine Kleine Christliche Gemeinschaft lebt aus dem Wort Gottes

BibelTeilen eröffnet den Weg zu einer Spiritualität des Wortes Gottes, bei der jede und jeder im Hören auf Sein Wort in eine Begegnung mit Christus kommen kann, wo durch das Hören auf das Wort Kirche wächst und diese Gemeinschaft sich zugleich in ihrer Sendung erfährt. Das BibelTeilen ist also nicht eine Methode der Bibelarbeit, sondern ein Weg die Realpräsenz Christi im Wort zu erfahren, ein Weg zur Christusbegegnung, der uns in das Geheimnis des dreifaltigen Gottes führt und uns so eine lebendige Gotteserfahrung ermöglicht. BibelTeilen ist eine Form der Liturgie und zugleich eine Gebetsschule, durch die die KCG entdecken kann, dass sie durch das Wort Leib Christi wird, der sich durch eine konkrete Sendung in das Umfeld hinein inkulturiert.

Eine Kleine Christliche Gemeinschaft ist offen für alle Menschen in der jeweiligen konkreten Nachbarschaft

Wie Kirche insgesamt ist die KCG territorial organisiert. Die Menschen im jeweiligen Lebensumfeld sind eingeladen, sich von Christus als Kirche sammeln zu lassen. Die Menschen im Lebensumfeld wählen sich nicht aus, sind sich nicht ähnlich; eine Kleine Christliche Gemeinschaft ist keine Wahlgemeinschaft, sondern eine Berufungsgemeinschaft an dem Ort, an dem die Berufenen leben.

Eine Kleine Christliche Gemeinschaft wirkt mit einer konkreten Sendung in ihr Umfeld hinein

Beim BibelTeilen wird die Gemeinschaft herausgefordert, sich die Frage zu stellen, wozu Gott sie an ihrem Ort sendet und welche Aufgabe er ihnen stellt. Das Mitvollziehen der Sendung Jesu im konkreten Umfeld gehört wesentlich zu einer KCG. Gottes Wort ruft uns zum Handeln an diesem Ort in dieser Gesellschaft mit all ihren Herausforderungen und Brüchen (z.B. Verein¬samung, Altersarmut, Schuld, Beziehungskrisen, Arbeitslosigkeit, Ökologie, ge¬sellschaftliches Leben, Arbeitswelt etc.). Die gemeinschaftliche Unterscheidung der Geister und die Suche nach der klaren Erkenntnis der konkreten Sendung ist ein Wesenszug Kleiner Christlicher Gemeinschaften.

Eine Kleine Christliche Gemeinschaft ist mit der Kirche als Ganzer verbunden

Die KCG ist Kirche im Kleinen und nimmt Teil an der Sendung der ganzen Kirche. Zuallererst geschieht dies dadurch, dass die Mitglieder einer KCG die Eucharistie der Pfarrei mitfeiern. Zugleich nehmen sie am Leben der Kirche am Ort teil und übernehmen Dienste in ihr. Der Pfarrer und das Team der Hauptberuflichen sind wichtige Ansprechpartner für die Begleitung, Ausbildung und Förderung der KCG.

Das Grundsatzpapier des Nationaltreams zu Kleinen Christlichen Gemeinschaften, das diese Form des Kircheseins näher beschreibt finden Sie hier

Unter http://www.kcg-net.eu finden Sie weitere Informationen, Materialien und Hinweise zu Veranstaltungen.