HIV/Aids hat Gesichter

"Ich hoffe so sehr das mein Baby gesund sein wird." Rangita aus Bangalore in Indien wirkt ängstlich und hilflos. Sie ist im neunten Monat schwanger und seit zwei Jahren hat sie Aids. "Mein Mann hat mich angesteckt. Er war schon vorher krank, jetzt bin ich es auch. Zum Glück habe ich jetzt im Krankenhaus von den Behandlungsmöglichkeiten für mein Baby und mich erfahren." Die Direktorin und Ärztin der ASHA-Stiftung, Dr. Glory Alexander, erklärt: "Rangita ist kein Einzelfall. In Indien leben mehr als fünf Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Jedes Jahr werden in Indien 40.000 Babys mit dem Virus geboren. Die Ansteckung erfolgt am Ende der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen. In Indien gibt es immer mehr Einrichtungen für Aidstests und zur Behandlung der aidskranken Schwangeren, aber zurzeit sind noch neun Millionen schwangere Frauen, vor allem auf dem Land, von diesen Möglichkeiten ausgeschlossen."

Das Bistum Limburg kennt Partnerinnen und Partner in vielen Ländern, die sich mit Kopf, Herz und Hand für die mit HIV Infizierten und von Aids betroffenen Menschen einsetzen, ihnen zur Seite stehen und sich für notwendige Schritte zur Bekämpfung der Pandemie einsetzen. Die Förderung von sozialen und pastoralen Hilfen für diese Kinder, Frauen und Männer sind nur ein erster Schritt. So trat das Bistum Limburg nach positiver Beratung im Diözesansynodalrat im Jahr 2004 dem deutschen Aktionsbündnis gegen Aids bei. Das Aktionsbündnis vereinigt seit mehr als 10 Jahren verschiedene Hilfswerke, Verbände und Einrichtungen in der Entwicklung von Kampagnen an die Pharmaindustrie oder Verantwortungsträger in der Politik. Gegenwärtiger Schwerpunkt ist die Mutter-Kind Übertragung von HIV/Aids.

Suche nach einer solidarischen Antwort zu den Herausforderungen durch HIV/Aids

Neben Petitionen bietet die jährlich durchgeführte "Nacht der Solidarität" eine Aktionsform, die bundesweit an vielen Orten die Aufmerksamkeit auf die mit HIV/Aids verknüpften Herausforderungen lenkt.

Das Aktionsbündnis gegen AIDS will die Öffentlichkeit dazu motivieren, die Bedrohung durch HIV/Aids ohne Vorurteile wahrzunehmen und sich der Notwendigkeit einer solidarischen Antwort bewusst zu werden. Es braucht den öffentlichen Druck, damit die politisch Verantwortlichen die erforderlichen umfassenden Maßnahmen einleiten. Diese sollen Neuinfektionen vermeiden, den Betroffenen eine lebensbewahrende Behandlung ermöglichen sowie die gesellschaftlichen Ursachen und Folgen angehen. Auf diese Weise soll Deutschland seiner Verantwortung als wirtschaftlich privilegierter Industriestaat gerecht werden und einen angemessenen Beitrag für die Bewältigung der globalen HIV-Epidemie leisten.

Das Bistum Limburg fördert zum Beispiel in seinen Partnerbistümern Ndola/Sambia und Kumbo/Kamerun die häusliche Pflege der Aids-Kranken, die (schulische) Betreuung der Waisen und Selbsthilfeinitiativen der Infizierten. Wenn Sie diese Projekte finanziell unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an die Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat.

Jedes Jahr infizieren sich weltweit knapp 400.000 Neugeborene während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit mit HIV - obwohl es relativ einfach und fast vollständig vermeidbar ist.

Anlässlich dieser Problematik entwickelte das Aktionsbündnis gegen Aids die Kampagne "In 9 Monaten". Weitere Kampagnen und Informationen finden Sie auf der Homepage des Aktionsbündnisses.  

ANSPRECHPARTNER

Vanessa Treike

Roßmarkt 4

Tel.: 06431/295 283

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