Eine Welt fairstärken

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03.05.2012

Probezeit bestanden

Frankfurter Gemeinden setzen sich weiter für fairen Handel ein

FRANKFURT.- Für den fairen Handel einsetzen und fair gehandelte Produkte im Alltag verwenden, dafür machen sich 25 katholische Gemeinden in Frankfurt weiterhin stark. Diesen Einsatz besiegelte Weihbischof Dr. Thomas Löhr am Mittwoch, 2. Mai, bei einem Fair-Trade-Abend im Gemeindehaus St. Josef in Frankfurt Bornheim. Als Visitenkarte für ihr Handeln für weltweite Gerechtigkeit überreichte der Weihbischof den Gemeinden ein neues Türschild.

Im Jahr 2009 hatten sich die Gemeinden der Kampagne des Bistums Limburg „Eine Welt fairstärken – Gemeinden handeln fair“ angeschlossen und sich für drei Jahre dazu verpflichtet den fairen Handel in ihr Gemeindeleben einzubeziehen. „Sie haben die Probezeit bestanden, daher bekommen sie jetzt ein Türschild ohne Jahreszahlen, ihr Einsatz ist jetzt unbefristet“, sagte der Weihbischof und freute sich, dass die Gemeinden sich weiterhin dazu entschlossen haben den fairen Handel zu unterstützen. Der Weihbischof wies darauf hin, dass das leuchtende Türschild ein Ausweis sei und darauf verweise, dass die Gemeinden den Einsatz für eine bessere Lebensqualität aller Menschen ernst nehmen würden. „Die Welt wächst zusammen und wenn die Globalisierung ein Zeichen unserer Epoche ist, sollte Kirche nicht fehlen, sich dafür einzusetzen, dass diese globalisierte Welt auch eine faire Welt ist“, sagte der Weihbischof über das Mitwirken der Kirchen im fairen Handel. Das Schöne an der Initiative sei, der Einsatz im Alltag, in dem fair gehandelte Produkte verwendet werden. So gab es auch an diesem Abend alkoholfreie Mango-Cocktails aus fair gehandelten Zutaten.

Auch die Stadt Frankfurt würdigt den fairen Handel in den Gemeinden. Stadtrat Bernd Heidenreich betonte, dass der Einsatz der Kirche dazu beigetragen hätte, dass Frankfurt im vergangenen Jahr als erste deutsche Metropole Fair Trade-Stadt werden konnte. „Wenn wir bei uns selber anfangen und fair gehandelte Produkte verwenden ist das die Grundlage für eine gerechtere Welt“, sagte Heidenreich.

Wie der Einsatz für die Gerechtigkeit in den Philippinen aussieht zeigte ein Film über den fairen Handel mit Mangos.  Die philippinische Organisation Preda setzt sich vor Ort für die Menschen ein. Sie Verhilft den Mango Bauern zu optimalen wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Bedingungen. Das Hilfswerk Preda („Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance Foundation“) setzt sich seit 34 Jahren für Menschenrechte und gerechte soziale Entwicklung ein. Durch Fairen Handel will die Organisation helfen, Ungerechtigkeit und Armut zu überwinden. Kinder in Gefängnissen, sexueller Missbrauch von Kindern, ungerechte Handelsbeziehungen und Umweltschutz sind die Schwerpunkte der Arbeit. (vf)