Frankfurt, 20.06.2026

Kinderrechte stärken, Weltkirche leben, Synodalität gestalten

Die Partnerschaft des Bistums Limburg mit Kamerun, die Stärkung von Kinderrechten sowie aktuelle Entwicklungen rund um das Limburger Synodale Team standen im Mittelpunkt der Sitzung des Diözesansynodalrates (DSR) am Samstag, 20. Juni, an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt.

Als Erfolg sah der DSR, das höchste synodale Beratungsgremium des Bistums, die bundesweite Misereor-Fastenaktion. Das Gremium bekam einen Bericht über die Delegationsreise nach Kamerun und ihren Begegnungen mit Menschen, die im Kontext der Eröffnung organisiert wurde. Die Reise fand unter schwierigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen statt. Dabei wurde deutlich, welche wichtige Rolle die Kirche in den betroffenen Regionen spielt – etwa in den Bereichen Bildung, Friedensarbeit, soziale Unterstützung und Begleitung von Menschen in Krisensituationen. Zugleich wurde die langjährige Partnerschaft des Bistums Limburg mit dem Bistum Kumbo gewürdigt und die Bedeutung weltkirchlicher Solidarität hervorgehoben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Stärkung von Kinderrechten. Der Diözesansynodalrat stimmte der Einrichtung eines Kuratoriums Kinderrechte zu. Das unabhängige Gremium soll die Umsetzung von Kinderrechten im Bistum fachlich begleiten und Impulse für die Weiterentwicklung geben. Es geht auf Empfehlungen zurück, die im Zusammenhang mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt entwickelt wurden. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche nicht nur als Schutzbedürftige wahrzunehmen, sondern ihre Rechte, Beteiligungsmöglichkeiten und Selbstbestimmung zu stärken. Das Kuratorium wird mit externen Fachleuten sowie Kinderrechtsbeauftragten aus Hessen und Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten.

Synodales Team nimmt Beratungen auf

Darüber hinaus informierte die Bischöfliche Beauftragte für den synodalen Bereich Dewi Maria Suharjanto über die nächsten Schritte zur Umsetzung der Weltsynode im Bistum Limburg. Das neue Synodale Team wird in den kommenden Monaten das Abschlussdokument der Weltsynode für die Situation im Bistum weiter konkretisieren.

Der Diözesansynodalrat erhielt außerdem Informationen zum Jahresabschluss 2025 des Bistums sowie zum aktuellen Stand der Überlegungen zur Zukunft der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen. Dabei wurde die Bedeutung des Standorts für die Ausbildung pastoraler Mitarbeitender, die wissenschaftliche Theologie und die weltkirchliche Vernetzung hervorgehoben. Entscheidungen über die künftige Ausgestaltung stehen noch aus.

Stephan Schnelle

Pressesprecher

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