missio Limburg
17.10.2016

Sonntag der Weltmission

Familie Maier im Bistum Limburg

Die Reisterassen im Norden der Philippinen-Insel Luzon gehören seit 1995 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Doch während die Natur unter einem besonderen Schutz steht, sind die dort lebenden Menschen und ihre Kultur in Gefahr: Die Armut droht den Kern der philippinischen Gesellschaft, das Familienleben, zu zerstören.
Nicola Maier lebt seit 2013 mit ihrem Mann Christian und ihren drei Kindern auf den Philippinen. Sie arbeiten im Auftrag von Comundo, einer Schweizer Organisation zur Entwicklungszusammenarbeit, in einer unwegsamen Bergregion im Norden Luzons. Sie begleiten beratend die Familienpastoral im Vikariat Bontoc-Lagawe, ein Projekt, das von missio gefördert wird. Bis Mai 2017 will die Familie mit den Menschen in der Mountain Province und der Ifugao Province das Alltagsleben und den Glauben teilen.
Sie helfen Familien ihre Beziehungen zueinander zu festigen, indem sie Freiwillige ausbilden, die mit Familien und Paaren arbeiten. „Wir wollen auf Augenhöhe mit den Menschen dort sein." beschreiben die Maiers ihren Dienst. Maiers arbeiten mit verschiedenen ethnischen Minderheiten zusammen, auch die Igorot gehören dazu. Ein Drittel von ihnen lebt unterhalb der Armutsgrenze. Mangelnde Einkommensmöglichkeiten zwingen viele Mütter und Väter, in den Städten oder im Ausland zu arbeiten.
Im Pastoralzentrum in Bontoc unterstützen sie die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin in der Familienpastoral. Diese besucht nahezu jedes Wochenende weit entlegene Missionsstationen. Vor Ort bildet sie Ehrenamtliche zu Familien-Begleitern aus. Ziel ist es, dezentral in allen Gemeinden solche Begleiter zu gewinnen, damit sie sich muttersprachlich und vertraut mit den kulturellen Gewohnheiten anderen Familien zuwenden können.

Nicola und Christian Maier sind noch bis zum 22. Oktober als missio-Gäste bei Veranstaltungen in Kindergärten, Familiencafes, Schulen  und Gemeinden anzutreffen.