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Das andere Gesicht Indiens

Der Nordosten Indiens kommt in den Blick
Das andere Gesicht Indiens
Das andere Gesicht Indiens
Schülerinnen der Don Bosco Schule, New Palin © Bettina Tiburzy, missio Aachen
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© Bettina Tiburzy, missio AachenSr. Sudha mit Mädchen der Don Bosco Schule, Palin
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© Bettina Tiburzy, missio AachenSr. Sudha mit Mädchen der Don Bosco Schule, Palin

Sieben Schwesterstaaten

Seit der Unabhängigkeit Indiens 1947 sind die „sieben Schwesterstaaten“, so werden die sieben Bundesstaaten im Nordosten Indiens genannt, nur über einen schmalen Korridor mit Zentralindien verbunden. Die Mehrheit der rund 45 Millionen Menschen im Nordosten lebt in der Brahmaputra-Ebene des Bundesstaates Assam. Die indigenen Völker siedeln überwiegend in den bergigen Regionen der anderen Staaten. Die Vielfalt im Nordosten wird von der Regierung in Delhi eher als Bedrohung gesehen. Immer wieder kommt es zu Spannungen mit der Zentralregierung und Separationsbewegungen. Auch zwischen den Gruppen selbst entladen sich Konflikte oft gewaltsam.

Wachsende Kirche

Auch die Mehrheit der Christen gehört zu den indigenen Gemeinschaften. Der Anteil der christlichen Bevölkerung in den sieben Bundesstaaten bewegt sich zwischen rund 90 Prozent in Nagaland und einer kleinen Minderheit von vier Prozent in Assam. Überwiegend sind es protestantische Gemeinschaften. Die katholische Kirche ist hier erst seit 1890 dauerhaft präsent. Trotzdem wächst sie vergleichsweise schnell. Mit ihrer Arbeit in den Bereichen Bildung und Gesundheit und ihren Initiativen für Frieden und Dialog hat sie sich viel Anerkennung erworben.

Noch stammt die Mehrheit der Priester und Bischöfe aus anderen Teilen Indiens, doch der einheimische Nachwuchs rückt nach. Die meisten Ordensschwestern stammen bereits heute aus dem Nordosten. Viele von ihnen arbeiten als „Touring Schwestern“. Als „Touring“ bezeichnen sie die mehrtägigen Einsätze, in denen Ordensfrauen von Dorf zu Dorf wandern, Hausbesuche machen, mit den Menschen beten und medizinische Hilfe leisten. In der unwegsamen Region Nordostindiens nehmen sie große Mühen auf sich, um das zu leben, woran sie aus tiefstem Herzen glauben.